Führung im Stadtquartier Lysbüchel in Basel mit der Stiftung Habitat
Stadtquartier Lysbüchel in Basel
Am Modell und bei einem Rundgang durch den Stadtteil Lysbüchel Süd gibt Raphael Schicker, Projektleiter des Vorhabens bei der Stiftung Habitat, Einblicke in die Ziele, die Projektentwicklung und die Umsetzung des zusammen mit einem Dutzend bestehenden und neu gegründeten Genossenschaften gebauten Areals.
Anmeldung: fuehrung@kunstvereinbinningen.ch
Kurzbeschrieb des Areals Lysbüchel Süd:
Das Areal ‹Volta Nord› neben dem Basler Nordquartier St. Johann entwickelt sich zu einem attraktiven Standort, an dem Wohnen und Industrie miteinander verschmelzen. Auch in Basel ziehen sich Industrie und Gewerbe aus den urbanen Gebieten zurück, wodurch die dort vorhandenen Gebäude schrittweise für den Wohnungsbau umgenutzt oder ersetzt werden können. Ein Beispiel hierfür ist das Baufeld ‹Lysbüchel Süd›, das den Übergang zwischen dem ehemaligen Arbeiterquartier St. Johann und dem zukünftigen Quartier ‹Volta Nord› bildet. Das ehemalige Gewerbeareal mit einer Fläche von etwa 12 400 Quadratmetern zwischen Lothringer- und Elsässerstrasse wurde 2017 von Coop an die Stiftung Habitat übergeben. Die Stiftung Habitat wollte günstigen, städtischen Wohnraum erzeugen, der an das bestehende Quartier anschliesst. Zu diesem Zweck baute die Stiftung selbst und gab Land im Baurecht an Genossenschaften ab.
Der aus einem Studienauftrag hervorgegangene städtebauliche Entwurf des Architekturbüros Metron in Brugg schuf fünfzehn Parzellen, von denen die Stiftung Habitat zwölf im Baurecht abtrat. Die kleinteilige Parzellierung ermöglichte vielfältige Bauprojekte und Wohnformen. Das Konzept von Metron sah einen Durchgang vor, der die Beckenstrasse mit dem Lysbüchel-Quartier verbindet. Die von einer Baumreihe in der Mitte betonte Gasse lädt zum Verweilen und zur sozialen Interaktion ein. Westlich davon entstand eine an die Gründerzeit angelehnte Blockrandbebauung mit elf Parzellen, welche die Blockrandstruktur des benachbarten St. Johann-Quartiers aufgreift. Die um den grünen Hof gruppierten Wohnhäuser sind in Form und Nutzung einzigartig – keines gleicht dem anderen. Zur Elsässerstrasse hin wurde das ehemalige Coop-Weinlager zu einem Mehrfamilienhaus mit 64 Wohnungen umgebaut, das verschiedensten Haushaltsgrössen Platz bietet. Gegenüber wurden von Genossenschaften zwei weitere Wohnhäuser erbaut und eines saniert; zwischen den Gebäuden liegt ein grosszügiger Grünraum.
Auf dem ehemaligen Industrie- und Logistikareal ist so ein lebendiges Stadtviertel mit Vielfalt in der Architektur und den Wohnformen entstanden. Eine qualitativ hochwertige Wohnumgebung für Menschen aus verschiedenen familiären Situationen, sozialen Schichten, Einkommens- und Altersgruppen. Das neue Quartier bietet vielversprechende Voraussetzungen, um das bestehende St. Johann mit dem zurzeit entstehenden Areal ‹Volta Nord› zu verbinden.
Auszeichnung Areal: Bautenprämierung Heimatschutz Basel 2024 für die "Arealentwicklung Lysbüchel Süd, Basel»
Kurzbeschrieb der Stiftung Habitat:
«Günstiges Wohnen und ein lebenswertes Stadtumfeld» – unser Stiftungszweck
Die Stiftung Habitat engagiert sich seit 1996 mit Land und Liegenschaften in verschiedenen Stadtgebieten von Basel für bezahlbare Mieten und eine wohnliche Stadt. Sie kann Grundstücke selber nutzen, aber auch an Gruppen oder Institutionen, die ihre Zielsetzungen und Werte teilen, im Baurecht weitergeben. Die Bemessung unserer Baurechtszinsen ermöglicht den Baurechtsnehmenden eine bezahlbare Liegenschaft und ein langfristig stabiles und tragfähiges Wirtschaften.
Auf dem einstigen Industrieareal Lysbüchel ist ein buntes Stück Stadt entstanden. Geprägt von Kleinräumigkeit, architektonischer Vielfalt und Durchmischung. Eine qualitativ hochwertige Wohnumgebung für Menschen aus verschiedenen familiären Situationen, sozialen Schichten, Einkommens- und Altersgruppen.